Was, wenn wir keine ganze Pflanze mehr brauchen, um an einen einzigen natürlichen Inhaltsstoff zu kommen?
Genau diese Frage treibt CYTERRA an. Das Biotech-Startup um Co-Founder und CEO Andreas Schneider entwickelt neue Wege, um natürliche Inhaltsstoffe herzustellen – jenseits der klassischen Pflanzenextraktion.
Denn oft macht der gewünschte Inhaltsstoff nur einen winzigen Teil einer Pflanze aus.
"So eine Pflanze besteht zu 99 Prozent aus was ganz anderem", erklärt Schneider. Trotzdem muss das gesamte Pflanzenmaterial angebaut, geerntet und verarbeitet werden.
Weniger Pflanze. Mehr vom Wensentlichen.
Wie das funktionieren kann, zeigt das Beispiel Ambrox. Das Molekül wird in der Duftstoffindustrie eingesetzt. Seine natürliche Quelle: Wal-Erbrochenes – eine entsprechend seltene und begrenzte Ressource.
Die Grundlage dafür schufen die CYTERRA-Wissenschaftler noch an der Universität Stuttgart: ein Verfahren, das über ein anderes Ausgangsmaterial zum gleichen naturidentischen Produkt führt. Daraus wurde eine anwendungsreife Technologie, die inzwischen an einen Industriepartner verkauft wurde.
CYTERRA will das ändern – mit alternativen Ausgangsmaterialien und neuen Technologien.
»Das war der Funke, der uns gesagt hat:
Hier sind wir an was dran.«Dr. Andreas Schneider, CEO und Co-Founder von Cyterra
Ambrox ist dabei nur ein Beispiel.
Langfristig möchte CYTERRA immer mehr Prozesse ersetzen, die heute auf Pflanzenextraktion beruhen. Besonders interessant sind dabei Ressourcen, die ohnehin vorhanden sind und bislang als Abfallstoffe oder Nebenströme entstehen.
So sollen vorhandene Rohstoffe besser genutzt und eigens angebaute pflanzliche Ressourcen Schritt für Schritt reduziert werden.
Vom Vorbeilaufen zum Einziehen.
Dass CYTERRA seine nächsten Schritte in Mainz gehen wird, hat auch eine ganz persönliche Vorgeschichte.
Das LAB 1, ein modernes Laborgebäude auf dem Life Science Campus Mainz, lag lange auf der Jogging-Strecke des Teams. Immer wieder führte der Weg an dem Gebäude vorbei.
Und immer wieder fiel dabei derselbe Gedanke.
»Irgendwann sind wir vielleicht da drin.
Wäre doch cool, oder?«Dr. Andreas Schneider, CEO und Co-Founder von Cyterra
Aus dem Gedanken wird nun Realität: CYTERRA will bald in das LAB 1 einziehen.
Für Andreas Schneider ist Mainz dabei mehr als nur ein neuer Unternehmensstandort.
Hier treffen Startups auf etablierte Unternehmen, junge Gründer:innen auf industrielle Partner und neue Ideen auf ein wachsendes Biotech-Netzwerk. So entsteht ein Umfeld, in dem junge Unternehmen wachsen und neue Technologien schneller ihren Weg in die Anwendung finden können.
»Ein Biotechgründer sollte nach Mainz kommen, weil Mainz gerade der Place To Biotech ist.«
Dr. Andreas Schneider, CEO und Co-Founder von Cyterra
Für CYTERRA passt das zur eigenen Geschichte: ein junges Team mit dem Anspruch, bestehende Prozesse nicht einfach weiterzuführen, sondern grundlegend neu zu denken – und die Herstellung natürlicher Inhaltsstoffe langfristig zu verändern.